Arbeiten von zu Hause per Gesetz?

Recht auf Home-Office richtig oder falsch

Die letzten Monate haben gezeigt, dass das, was in der Vergangenheit oft undenkbar schien, möglich ist. Selbst globale Großkonzerne ließen sich aus dem heimischen Wohnzimmer managen. Viele Arbeitnehmer machten unfreiwillig die ersten Erfahrungen mit dem Arbeiten aus dem Home-Office. Ist es doch ein erfolgsversprechendes Modell, das sogar zukünftig eingefordert werden kann? Die Politik will ein Gesetz für ein Recht auf Home-Office auf den Weg bringen.

Unsere Arbeitswelt steht Kopf. So, wie die Corona-Krise unser ganzes Leben von jetzt auf gleich durcheinandergewirbelt hat, so hat sie natürlich auch die Wirtschaft und unser tägliches Arbeitsleben getroffen und stark verändert. War es vorher oft nur in Ausnahmefällen möglich, mal von zuhause zu arbeiten, so ist das in diesen Zeiten die einzige richtige Chance, produktiv zu bleiben.
Home-Office – vor Corona von wenigen wirklich ernst genommen als Arbeitsmodell der Zukunft – ist plötzlich allgegenwärtig. Und nun wird in Deutschland darüber diskutiert, ob ein Recht auf Arbeit im Home-Office im Gesetz verankert werden soll. Arbeitsminister Hubertus Heil möchte im Herbst einen Gesetzesentwurf vorlegen.

Die Zeit der Kontaktsperre, des Lockdowns, sie könnte noch so manche Nebeneffekte nach sich ziehen, die hierzulande niemand für möglich gehalten hätte. Ein Recht auf Home-Office Arbeit – damit könnte der Arbeitnehmer sein Unternehmen verklagen. Ein Einklagen von Arbeiten in den eigenen vier Wänden.
Das Recht auf Arbeit im Home-Office, das zöge aber selbstverständlich auch weitere Regelungen mit sich. Denn entscheidend für eine gute Zusammenarbeit und die Zufriedenheit auf Arbeitgeber- wie Arbeitnehmerseite sind Arbeitszeit, Arbeitsschutz und Datenschutz. Der Fokus liegt hierbei auf der IT-Infrastruktur und der Datensicherheit, die auch am mobilen Arbeitsplatz zu 100 Prozent gewährleistet sein muss.

Die Arbeit im Home-Office, sie bringt viele Chancen und passt sich auch den Herausforderungen der Zukunft an. Sie birgt aber auch Risiken. Die Vor- und Nachteile im Blick:

Vorteile:
• Keine Pendelei / Anfahrt zum Arbeitsplatz > Kosten- und Zeitersparnis & Stressreduktion
• Selbstbestimmtes arbeiten
• Vereinbarkeit von Beruf & Familie
• Höhere Flexibilität

Nachteile:
• Erschwertes Zeitmanagement
• Hohe Ablenkungsgefahr
• Büro-Ausstattung & IT / Datensicherheit
• Erschwerter Informationsfluss mit Vorgesetzten und Kollege
• Fehlende Kontrollmöglichkeiten
• Erfordert viel Selbstdisziplin

Die Diskussion, die aktuell um das geplante Gesetz entbrannt ist, stellt Arbeitgeber gegen Arbeitnehmer. Es steht auch die Frage im Raum, wie denn ein Vertrauensverhältnis im Home-Office möglich sein kann, wenn diese Situation vor einem Gesetz erstritten wurde. Und es gibt Branchen, da ist die Arbeit im Home-Office ein klasse Modell – in anderen Unternehmen ist es schlichtweg durch Kundenkontakt, durch Tätigkeit am Produkt kaum bis schlichtweg un-möglich. Ein Gesetz gelte aber ja dann auch hier.

Die Diskussion und die Folgen für die Arbeitswelt auch in Deutschland sind spannend. Kann man es nicht einfach dabei belassen, dass jedes Unternehmen für sich entscheidet, ob Arbeit im Home-Office von nun an eine gute Alternative sei, und dies im Arbeitsvertrag mit aufnähme. Oder ist es wirklich an der Zeit, Home-Office genau so wie Teilzeit oder Elternzeit als Recht im Gesetz zu verankern?

Als Berater für Ihren mobilen Arbeitsplatz, als IT-Datenschützer, als Consultant für die IT-Infrastruktur, die Datensicherheit und die Mobilität in Ihrem Unternehmen verfolgen wir von tkbc die Entwicklung sehr intensiv.
Fakt ist: Was auch immer diese Zeit noch bringen mag – der Wandel zu mehr Mobilität im Unternehmen und zum digitalen, mobilen Arbeit hat stattgefunden. Dieser wird weitergehen. Und wir sind bei allen Fragen und To Dos Ihr Partner für heute und die Zukunft.

 

 

 

Textkreation: ihre-markenwerkstatt